Ich hatte heute eine wichtige Besprechung in der es um das Design eines Active Directories geht, Erfahrungsberichte und deren Konsequenzen. Nun nachdem wir mit den erfahrensten Menschen des Rechenzentrums uns darueber unterhalten haben, beratschlagt haben und unsere Fragen gestellt haben, war die Designfrage auch irgendwann abgeschlossen. Nun habe ich aber schon seit mehreren Tagen eine AD-Testumgebung laufen und dem entsprechend habe ich mir auch schon meine Notizen gemacht um die beiden Experten zu loechern. Es ging mir dabei nicht um Dinge, die ich in jedem Handbuch oder jeder Empfehlung nachlesen kann. Nein, es ging mir hierbei um Erfahrungsberichte. Die Erfahrung die mir sagt, dass ich bei Suse Linux Enterprise Servern mit Open Enterprise Server 15GB fuer / und 5GB fuer / var einplanen soll. Die Erfahrung die mir direkt sagt, wie ich auf bestimmte Fehler reagiere, in bestimmten Bereichen zu einem bestimmten Mittel greife. Eben all das, was einem erst die Erfahrung bringt und kein Handbuch oder Lehrer der Welt beibringen kann.
Nun gut, es ging hier grob gesagt um Windows 2008 r2 Server. Einmal als Domain Controller fuer das AD und einmal als FileServer. Die grundlegende Frage die sich mir gestellt hatte war:
"Wie gross soll aus Erfahrung die C :\ Partition gemacht werden?"
Nun muss ich hierzu sagen, ich persoenlich bin kein Windows Nutzer. Das letzte Windows was ich benutzt habe war Windows XP und da kam gerade das Service Pack 2 raus. Und auch da hab ich es nur fuer Spiele verwendet. Nun ist diese Zeit auch schon lange vorbei und ich besitze Windows Maschinen nur noch als VM zum testen. Und im Serverbereich habe ich auch nicht sonderlich viel Erfahrung in der Microsoft Welt. Aber wie sich so oft gezeigt hat (ich glaube der
seraphyn hatte es irgendwann einmal in seinem Blog erwaehnt), kann ein Windows Nutzer nicht mit Unix oder Linux umgehen, aber so gut wie jeder Unix oder Linux Nutzer kommt mit Windows zurecht. Und genau so gehe ich an die Situation heran (und meine Meinung hat sich mal wieder bestaetigt).
Genug der Erklaerung. Mir wurde geantwortet, dass ich 20GB fuer das System einplanen muesse. Hierbei haetten die Server genug fuer alle Updates, aber nicht so, dass man noch viel frei hat. 20GB waeren schon ein Minimum und man solle lieber mehr einplanen. Ok, 20GB. Und das rein fuer Windows 2008. Die Daten des FileServers befinden sich logischerweise auf einer anderen Festplatte. Eben so die Datenbank des ADs. Also bekannt ist ja schon immer gewesen, dass Windows aufgeblasen ist aber so krass... hab ich nicht erwartet. Das nenne ich mal Bloatware. Und warum das ganze? Wuerde ich jetzt (und ich verschweige nicht, dass es meine lieblings Distribution ist) ein Debian aufsetzen, so wie ich es fuer einen Server brauche, wuerde ich mit swap und allem die 5GB bei weitem nicht erreichen. Jetzt koennte man natuerlich sagen "ja, aber das AD!". Was ist denn das AD genau? Es besteht aus vier Bestandteilen. Kerberos, CIFS (SMB), DNS und LDAP. Richten wir diese Komponenten auf dem Debian ein, nehmen noch ein paar Dienstprogramme mit und Zusaetze und wir wuerden die 5GB nicht sprengen. Ok, ich muss zugeben, ich habe noch nie ein Kerberos eingerichtet. Aber ich bezweifel, dass es so riesig ist....